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Da geht einiges!

Sport sorgt dafür, dass du dich gut fühlst.
In deiner Haut - und in deiner Seele. Er tut
nicht nur der Gesundheit gut, sondern fördert
quasi nebenbei auch noch das Gemeinschafts- gefühl in der Klasse, im Verein und in anderen Gruppen.

 

Manche Jugendliche mit angeborenem Herzfehler (AHF) machen wenig oder gar keinen Sport, obwohl sie es dürfen und sogar sollen. Sport im Rahmen DEINER Möglichkeiten ist aber gut und wichtig. Einige Erwachsene mit leichten Herzfehlern treiben sogar Leistungssport, z.B. Gerald Asamoah (er hat auch einen Herzfehler!), der früher Nationalspieler war. Also: Trau dich ruhig. Aber höre dabei auf deinen Körper und respektiere deine Grenzen. Leg eine Pause ein oder mach den Schiedsrichter, wenn du nicht mehr kannst. Das ist überhaupt nicht uncool!

 

Es gibt geeignete und weniger geeignete Sportarten: Dynamische Belastungen wie Schwimmen, Laufen, Wandern, Radfahren sind günstig. Beim Schwimmen solltest du allerdings plötzliche Temperaturunterschiede (Wassertemperatur) vermeiden, also nicht in der Sommerhitze ohne Abkühlung ins kalte Wasser springen. Außerdem können beim Tauchen Herzrhythmusstörungen auftreten.

Statische Belastungen wie Gewichtheben, Ringen, Boxen und andere Sportarten mit extremen körperlichen Anstrengungen sind für Teenager mit Herzfehler nicht so günstig. Die körperliche Belastbarkeit ist bei angeborenen Herzfehlern sehr unterschiedlich und hängt auch von dem Behandlungserfolg ab. Deshalb solltest du Sportarten nach persönlicher Beratung mit deinem Kinderkardiologen aussuchen.

 

 

 

Schulsport

Sport macht stark

Es ist wichtig, dass du offen mit dem Lehrer über deine
Erkrankung sprichst. Wenn er genau weiß, worauf er achten
muss und wie er dich am besten unterstützen kann,
wird er das ziemlich sicher auch tun.

 

Bei Wettkämpfen im Schulsport können engagierte Lehrer
Jugendliche mit komplexen Herzfehlern auch anderweitig
einsetzen und benoten. Es sollten z. B. immer Pausen möglich sein, sobald
der herzkranke Schüler darum bittet.
Hey! Nutz das aber nicht aus, ja?

Sportwochen!

Sport treiben mit anderen Jugendlichen, die dich verstehen, und ohne Eltern -
das geht! Bei unseren Segel- und Reiterwochen kannst du dich von deinem
bestimmt oft stressigen Alltag erholen und so richtig Spaß haben.

Und das alles zusammen mit Leuten, die deine Krankheit kennen,
gut auf dich aufpassen und dich verstehen.

 

 

Film: Segelwoche