V

  • Vagus / Nervus Vagus: 10. Hirnnerv, größter Nerv des Parasympathikus; an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt (lat. Vagair = umherschweifen), seine Aktivität dient der Regeneration und dem Aufbau körpereigener Reserven


  • Valvula: Klappe, valvulär, ein Klappe betreffend oder von ihr ausgehend

  • Valvuloplastie: Sprengung einer verengten Klappe, zum Beispiel mit einem Ballonkatheter

  • Valvulotomie: Operation zur Beseitigung von Verwachsungen an den Herzklappen bzw. zur Erweiterung der Herzklappen

  • Vasodilatation: medikamentöse Gefäßerweiterung, um eine bessere Durchblutung von Körperteilen zu bewirken

  • Vasodilatatoren: Medikamente, die die Spannung der Gefäßmuskeln senken und so den Durchfluss erhöhen

  • Vasokonstriktion: Anspannung (Konstriktion) der Gefäßmuskeln

  • Vegetation: Wachstum von Bakterien, zum Beispiel auf Herzklappen bei infektiöser Endokarditis

  • Vena cava superior / Vena cava inferior: zwei große Hohlvenen, die das venöse Blut aus dem Körper zurück zum rechten Herzvorhof transportieren

  • Vene: Blutgefäße, die das sauerstoffarme Blut aus dem Körper zum Herzen zurück transportieren; Ausnahme: Lungenvenen führen sauerstoffreiches Blut aus der Lunge zum Herzen

  • Venöses Blut: sauerstoffarmes Blut

  • Ventrikel: Organteile, die einen Hohlraum = Kammer bilden, Herzkammer

  • Ventrikelseptum: Trennwand zwischen dem linken und dem rechten Ventrikel

  • Ventrikelseptumdefekt / VSD: Loch in der Herzscheidewand

  • ventrikulär: zur Herzkammer gehörend

  • ventrikuläre Tachykardie: lebensbedrohliche tachykarde Herzrhythmusstörung, die von den Herzkammern ausgeht

  • Ventrikulotomie: chirurgischer Zugangsweg zum Herzinneren durch Eröffnung einer Herzkammer

  • Viskosität: Maß für die Zähflüssigkeit des Blutes, abhängig vom Verhältnis fester und flüssiger Blutbestandteile

  • Vorhof: das gesunde Herz besteht aus zwei Vorhöfen und zwei Kammern (Ventrikeln). Das Blut sammelt sich zunächst in den beiden Vorhöfen und wird dann in die Kammern geleitet, um von dort in den Körper gepumpt zu werden

  • Vorhofflimmern: spezielle Form der Herzrhythmusstörung, schnell aufeinander folgende, ungeordnete Impulse vom Vorhof an die Herzkammer. Vorhöfe und Kammern schlagen unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Geschwindigkeit

  • Vorhofscheidewanddefekt: siehe Vorhofseptumdefekt

  • Vorhofseptum: dünne Trennwand zwischen dem rechten und linken Vorhof

  • Vorhofseptumdefekt ASD:  Loch in der Herzscheidewand zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens

  • Vorhofseptumdefekt ASD I: Ostium-primum-Defekt, Das Loch liegt im unteren Anteil der Vorhofscheidewand und ist oft mit einer Fehlfunktion der Mitralklappe verbunden

  • Vorhofseptumdefekt ASD II: häufigste Form, Das Loch liegt in der Mitte und je nach Größe fließt wegen des Druckunterschiedes in den Herzkammern eine mehr oder weniger große Blutmenge von links nach rechts, also wieder in den Lungenkreislauf

  • Vorhofumkehroperation: Operationsverfahren bei der TGA; durch ein sog. Baffle wird das Blut auf Vorhofebene so umgeleitet, dass es zur jeweils anderen Herzkammer fließt

  • Vorlast: Kraft, die zur Dehnung der Fasern der Herzkammern am Ende der Füllungsphase (Diastole) führt, auch als enddiastolisches Volumen oder als enddiastolischer Druck im Herzen bezeichnet