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  • Rashkind-Manöver: Herzkathetereingriff, bei dem das angeborene Loch in der Vorhofscheidewand (Foramen ovale) mit Hilfe eines Ballonkatheters erweitert wird, so dass es zu einer Durchmischung von sauerstoffarmen und sauerstoffreichem Blut kommen kann

  • Rastelli-Operation:  Korrektur-OP der sog. d-TGA: das Blut wird mit Hilfe eines tunnelförmigen Flickens vom linken Ventrikel zur Aorta geleitet, der vorhandene VSD muss ggf. erweitert werden; ein klappentragender Conduits bringt das Blut vom rechten Ventrikel zur Arteria pulmonalis, nachdem der Pulmonalarterienhauptstamm vom linken Ventrikel abgesetzt bzw. verschlossen wurde

  • Reanimation: Wiederbelebung; Maßnahmen, die einem Atem- und Kreislaufstillstand entgegen wirken; Herz-Druck-Massage und/oder Beatmung

  • Rechtsherz-Insuffizienz: das Blut staut sich zurück in die Körpervenen. Durch den erhöhten Venendruck entwickeln sich Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) vor allem der unteren Körperpartien (Beine, Bauchhöhle, Pleura)

  • Rechtsherzkatheter: umfasst Messungen der Drücke im Herzen sowie des Sauerstoffgehaltes an unterschiedlichen Messpunkten; meist unter örtlicher Betäubung

  • Rechts-Links-Shunt: Störung des Blutkreislaufs, bei der sauerstoffarmes Blut direkt - d.h. unter Umgehung des Lungenkreislaufs - in den linken Ventrikel bzw. in den Systemkreislauf gelangt. Es kommt zur Zyanose

  • Reizleitungssystem: steuert die Abfolge der Muskelkontraktionen für die Vorhöfe und Hauptkammern. Es besteht aus Nervenknoten (Sinusknoten und AV-Knoten) und Nervenbahnen (HIS-Bündel) die die Impulse im Herzen erzeugen, empfangen und weitergeben.

  • Reizschwelle: geringster Wert der vom Herzschrittmacher abgegebenen Energie, auf den das Herzgewebe mit einer Kontraktion reagiert Reoperation erneute Operation nach bereits erfolgtem Eingriff

  • Resektion: operative Entfernung bestimmter Gewebeteile Residuen Zurückbleiben von Restsymptomen einer Erkrankung, z. B. nach Operation

  • Respirator: Beatmungsgerät

  • Re-Stenose: erneuter Verschluss des Blutgefäßes nach bereits erfolgter Behandlung

  • Restgradient: Maß für das noch bestehende Druckgefälle in einem verengten Gefäß nach dem Versuch, die Engstelle zu beseitigen

  • restriktive Kardiomyopathie: Verhärtung der Muskelschicht der Herzwand mit vermehrter Einlagerung von Bindegewebe. Dadurch ist die Herzkammer nicht mehr so dehnbar und füllt sich in der Diastole mit zu wenig Blut.

  • rezidivierend: wiederauftretend

  • Ross-Operation: Operation, bei der die erkrankte Aortenklappe entnommen und durch die eigene Pulmonalklappe ersetzt wird; anstelle der Pulmonalklappe wird eine Spenderklappe eingesetzt

  • Röteln-Embryopathie / Fetopathie: vorgeburtliche Schädigung des Kindes im Mutterleib in Folge einer Infektion der Mutter mit Röteln. Betroffen meist Innenohr, Herz, Auge

  • RR Abk. für Riva-Rocci: Blutdruckmessung mit Manschette und Auskultation, Angabe der Blutdruckwerte: RR 110/80 mm Hg

  • Ruhe-EKG: Elektrokardiogramm-Aufzeichnung in Ruhe

  • RVOT engl.: right ventricular outflow tract = Ausflusstrakt des rechten Ventrikels

  • RVOTO engl.: right ventricular outflow tract obstruction = rechtsventrikuläre Ausflussbahneinengung

  • RVOT-Patch: Erweiterung des rechtsventrikulären Ausflusstraktes durch einen Kunststoffflicken