E

  • Ebstein-Anomalie: Fehlbildung der Trikuspidalklappe (Herzklappe zwischen rechtem Vorhof und Ventrikel)

  • EEG / Elektroenzephalografie; Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche

  • Eigenblutspende: In Vorbereitung auf eine größere Operation wird dem Patienten Wochen zuvor eine bestimmte Blutmenge entnommen, die ihm während der Operation wieder übertragen werden kann

  • Eisenmenger-Syndrom: Reaktion der Lunge auf einen erhöhten Druck in ihren Blutgefäßen, Gefäße des Lungenkreislaufs sind für einen hohen Druck nicht ausgelegt und reagieren mit einer Verdickung der Muskeln in der Wand der Arterien (Mediahypertrophie), es kommt zu einer Umkehr der Flußrichtung des Blutes über einen VSD oder ASD (Links-Rechts-Shunt wird zu Rechts-Links-Shunt, was zum Neuauftreten einer Zyanose führt)

  • Ejektionsfraktion: Prozentsatz des Blutvolumens, das von einer Herzkammer (Ventrikel) während einer Herzaktion (Systole) ausgeworfen wird

  • EKG / Elektrokardiographie: mittels Elektroden wird die elektrische Aktivitäten der Herzmuskelfasern aufgezeichnet und als Spannungsverlaufsdiagramm dargestellt (Elektrokardiogramm)

  • Elektrophysiologische Untersuchung / EPU:  spezielle Herzkatheteruntersuchung, die bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen durchgeführt wird. Dabei wird direkt vom Herzmuskel eine Art Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet

  • Embolie: Plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel

  • Embolisation: künstlicher Gefäßverschluß

  • Endokard: innere Schicht der Herzwand, dazu gehören auch die vier Herzklappen

  • Endokarditis: Entzündung der Herzinnenhaut (Endokard); durch Verwirbelungen des Blutstromes kann es zu kleinsten Verletzungen der Herzinnenhaut kommen, aufgrund von eingeschwemmten Bakterien kann dort eine Infektion beginnen, die auf weitere Anteile der Herzinnenhaut und die Herzklappen übergreift

  • Endokarditisprophylaxe: vorbeugende Behandlung mit einem Antibiotikum, um eine infektiösen Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) zu verhindern

  • Endokardkissen: Gewebestruktur während der Herzentwicklung, im Bereich der späteren Herzscheidewand gelegen

  • Endokardkissendefekte: siehe AV-Septumdefekt

  • Endoskop: Gerät, mit dem das Innere von Organen untersucht oder manipuliert werden kann, minimal-invasiver Eingriff

  • Endothel: innenliegende dünne Zellschicht zur Auskleidung von Gefäßen

  • Epikard: äusserste Schicht der Herzwand, ist identisch mit dem Organblatt des Herzbeutels (=Perikard)

  • Ergometrie: siehe Belastungs-EKG

  • Erregungsleitungssystem:  leitet die elektrischen Signale weiter, die die Pumptätigkeit des Herzens regulieren; dazu gehören Sinus-Knoten, AV-Knoten, Purkinje-Fasern, His-Bündel, Tawara-Schenkel

  • Erythrozyten: rote Blutkörperchen

  • extrakardial: außerhalb des Herzens

  • Extrakorporale Zirkulation: Blutfluß außerhalb des Körpers; die Herz-Lungen-Maschine (HLM) übernimmt die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktion für einen beschränkten Zeitraum, das Blut verlässt dabei den Körper über ein Schlauchsystem, wird mit Sauerstoff angereichert, und wieder zurückgeführt

  • Extrasystole: Extraschlag des Herzens, tritt zusätzlich und vorzeitig zur normalen Schlagfolge auf, kein Krankheitswert

  • supraventrikuläre Extraschläge: der Ursprungsorts der Erregung liegt oberhalb der Teilung des His-Bündels

  • ventrikuläre Extraschläge : gehen vom linken oder rechten Ventrikel aus. Sie können einzeln oder gehäuft als sog. Salven auftreten